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Doctoral Thesis
2025

Anger: The misunderstood and mismanaged workplace emotion

Abstract (English)

Anger is a familiar yet often misunderstood and mismanaged emotion in organizational settings, commonly viewed as a purely negative force to be mitigated. This dissertation challenges such reductive perspectives by proposing a comprehensive reconceptualization of workplace anger as a potentially constructive emotion. It argues that, when properly understood and managed, anger can enhance employee productivity and well-being. Through a systematic examination of the antecedents, characteristics, and outcomes of anger in the workplace, this work introduces new theoretical frameworks and empirically validated strategies for harnessing anger’s positive potential. The dissertation is structured into three main sections that collectively advance the understanding of workplace anger. Chapter 1 establishes a foundational understanding by developing and validating a new State-Trait Anger Scale tailored for organizational research. This scale addresses limitations in existing measures by incorporating advanced psychometric techniques and a cross-cultural lens, revealing that workplace anger is influenced by both individual traits and situational factors, with significant variations across cultural contexts. A meta-analytic review follows, synthesizing the antecedents, concomitants, and consequences of workplace anger. The findings indicate that anger often arises from perceived negative workplace events and blame appraisals, which can primarily lead to destabilizing reactions. Chapter 2 advances the theoretical framework by introducing a novel perspective that links workplace anger to morality and perceived moral discrepancies. Through a series of empirical studies—including experience sampling, vignette experiments, and egocentric network analysis—this research demonstrates that anger frequently emerges from perceived transgressions of moral expectations in workplace interactions. The dissertation presents the Interaction Discrepancy Model, an innovative theoretical framework that integrates cognitive, social, and moral dimensions to better understand the dynamics of anger. This model elucidates how anger, a latent, morally and hedonically non-valanced construct, can motivate change-oriented behaviors aimed at rectifying moral discrepancies. Chapter 3 builds on these theoretical insights by developing practical strategies for constructive anger management in organizations. The research contrasts traditional mitigation-oriented strategies—such as suppression/rumination, avoidance, diffusion, and seeking social support—with constructive, approach-oriented strategies like confrontation and assertion. It shows that when anger is channeled appropriately through these constructive strategies, it can enhance both individual productivity and well-being. The empirical evidence further supports these findings, demonstrating that change-oriented strategies for managing anger are more effective in achieving work-related goals and maintaining well-being than mitigation-oriented approaches. This dissertation makes significant contributions to the fields of organizational psychology and organizational behavior by reconceptualizing workplace anger as a complex construct with both constructive and destructive potential. It introduces an empirically robust anger measurement tool that enhances research precision by addressing gaps in existing scales and incorporating advanced psychometric techniques. It also provides a meta-analytic overview of anger dynamics, offering a comprehensive synthesis of the antecedents, concomitants, and outcomes of anger in workplace settings. Furthermore, the dissertation offers theoretical advancements in the study of anger and emotions more broadly, integrating cognitive, social, and moral dimensions to provide a deeper understanding of emotional dynamics in organizational contexts. Additionally, it presents evidence-based strategies for practitioners to harness anger’s constructive potential, demonstrating how appropriate management of anger can lead to enhanced productivity and well-being. By challenging the conventional view of anger, this research opens new avenues for theory, practice, and future research, suggesting that anger, when understood and managed appropriately, can be a positive force in organizations.

Abstract (German)

Wut ist eine vertraute, aber oft missverstandene und schlecht gemanagte Emotion in organisatorischen Kontexten und wird häufig als eine rein negative Kraft angesehen, die gemildert werden muss. Diese Dissertation stellt solche reduktiven Perspektiven infrage, indem sie eine umfassende Neugestaltung der Wut am Arbeitsplatz als potenziell konstruktive Emotion vorschlägt. Sie argumentiert, dass Wut, wenn sie richtig verstanden und gemanagt wird, die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden steigern kann. Durch eine systematische Untersuchung der Ursachen, Merkmale und Ergebnisse von Wut am Arbeitsplatz führt diese Arbeit neue theoretische Rahmenwerke und empirisch validierte Strategien ein, um das positive Potenzial von Wut zu nutzen. Die Dissertation ist in drei Hauptteile gegliedert, die gemeinsam das Verständnis von Wut am Arbeitsplatz voranbringen. Kapitel 1 schafft ein grundlegendes Verständnis, indem es eine neue State-Trait-Wut-Skala entwickelt und validiert, die speziell für die Organisationsforschung zugeschnitten ist. Diese Skala behebt Einschränkungen bestehender Messinstrumente, indem sie fortgeschrittene psychometrische Techniken und eine interkulturelle Perspektive einbezieht. Sie zeigt auf, dass Wut am Arbeitsplatz sowohl von individuellen Merkmalen als auch von situativen Faktoren beeinflusst wird, mit signifikanten Unterschieden in verschiedenen kulturellen Kontexten. Eine Meta-Analyse folgt, die die Ursachen, Begleiterscheinungen und Konsequenzen von Wut am Arbeitsplatz synthetisiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Wut häufig aus wahrgenommenen negativen Ereignissen am Arbeitsplatz und Schuldzuweisungen resultiert, die vor allem destabilisierende Reaktionen hervorrufen können. Kapitel 2 entwickelt das theoretische Rahmenwerk weiter, indem es eine neue Perspektive einführt, die Wut am Arbeitsplatz mit Moral und wahrgenommenen moralischen Diskrepanzen in Verbindung bringt. Durch eine Reihe empirischer Studien – einschließlich Tagebuchstudien, Vignettenexperimenten und egozentrischer Netzwerk-Analyse – zeigt diese Forschung, dass Wut häufig aus wahrgenommenen Verletzungen moralischer Erwartungen in Arbeitsplatzinteraktionen entsteht. Die Dissertation präsentiert das Interaktions-Diskrepanz-Modell, ein innovatives theoretisches Rahmenwerk, das kognitive, soziale und moralische Dimensionen integriert, um die Dynamik von Wut besser zu verstehen. Dieses Modell verdeutlicht, wie Wut, ein latentes, moralisch und hedonisch nicht valentes Konstrukt, veränderungsorientierte Verhaltensweisen motivieren kann, die darauf abzielen, moralische Diskrepanzen zu korrigieren. Kapitel 3 baut auf diesen theoretischen Erkenntnissen auf, indem es praktische Strategien für ein konstruktives Wutmanagement in Organisationen entwickelt. Die Forschung kontrastiert traditionelle, auf Minderung ausgerichtete Strategien – wie Unterdrückung/Grübeln, Vermeidung, Ablenkung und die Suche nach sozialer Unterstützung – mit konstruktiven, annäherungsorientierten Strategien wie Konfrontation und Durchsetzung. Es zeigt sich, dass, wenn Wut angemessen durch diese konstruktiven Strategien kanalisiert wird, sie sowohl die individuelle Produktivität als auch das Wohlbefinden steigern kann. Die empirischen Beweise stützen diese Erkenntnisse weiter und zeigen, dass veränderungsorientierte Strategien zur Bewältigung von Wut effektiver sind, um arbeitsbezogene Ziele zu erreichen und das Wohlbefinden aufrechtzuerhalten, als auf Minderung ausgerichtete Ansätze. Diese Dissertation leistet bedeutende Beiträge zu den Bereichen der Organisationspsychologie und des Organisationsverhaltens, indem sie die Wut am Arbeitsplatz als komplexes Konstrukt mit sowohl konstruktivem als auch destruktivem Potenzial neu konzipiert. Sie führt ein empirisch robustes Wutmesserinstrument ein, das die Forschungsgüte verbessert, indem es Lücken in bestehenden Skalen schließt und fortgeschrittene psychometrische Techniken einbezieht. Sie bietet auch einen meta-analytischen Überblick über die Dynamik von Wut und liefert eine umfassende Synthese der Ursachen, Begleiterscheinungen und Konsequenzen von Wut in Arbeitsplatzkontexten. Darüber hinaus bietet die Dissertation theoretische Fortschritte in der Erforschung von Wut und Emotionen im weiteren Sinne, indem sie kognitive, soziale und moralische Dimensionen integriert, um ein tieferes Verständnis der emotionalen Dynamik in organisatorischen Kontexten zu ermöglichen. Zusätzlich präsentiert sie evidenzbasierte Strategien für Praktiker, um das konstruktive Potenzial von Wut zu nutzen und zeigt auf, wie ein angemessenes Management von Wut zu erhöhter Produktivität und Wohlbefinden führen kann. Indem diese Forschung die konventionelle Sichtweise auf Wut infrage stellt, eröffnet sie neue Wege für Theorie, Praxis und zukünftige Forschung und deutet darauf hin, dass Wut, wenn sie richtig verstanden und gemanagt wird, eine positive Kraft in Organisationen sein kann.

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Faculty of Business, Economics and Social Sciences

Institute

Institute of Education, Work and Society

Examination date

2025-02-18

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Language

English

Publisher

Publisher place

Classification (DDC)

150 Psychology

Original object

Free keywords

Standardized keywords (GND)

Sustainable Development Goals

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